Textilien

Naturtextilien…

Wolle, Baumwolle, Seide, Leinen

Kleidung gehört so selbstverständlich zu unserem Leben wie die tägliche Mahlzeit. Doch während der Wert gesunder Lebensmittel und ihrer sozial- und umweltverträglicher Produktion immer stärker ins Bewusstsein der Menschen rückt, hinterfragen bislang nur wenige, wie ihre Kleidung hergestellt wird.

Bewusstsein schärfen

Dabei wäre ein kritischer Blick auf unsere „zweite Haut“ dringend nötig. Nie waren Textilien so günstig wie heute. T-shirts für 4,99 Euro und Jeans für 20 Euro begegnen uns täglich. Wer sich nur ansatzweise klarmacht, wie viele Arbeits- und Produktionsschritte notwendig sind, bis aus einer Baumwollfaser schließlich die unterschiedlichen Bekleidungsstücke entstehen – bei dem sollten alle Alarmglocken läuten!

"Wer bezahlt wohl den Preis für unsere preiswerten Outfits?"

Outsourcing und "das Wunder der Globalisierung"?

Kann ein Kleidungsstück, dessen Baumwolle in Indien angebaut, in China gefärbt, in Bangladesch genäht und in Deutschland verkauft wird –also einmal um den Globus reiste – tatsächlich so billig sein?

Wie so oft leben wir mal wieder auf Kosten der Ärmsten, mit katastrophalen Auswirkungen auf Mensch und Lebensumfeld in den Produktionsländern.

(siehe auch…https://www.youtube.com/watch?v=Q1um3KglDAs )

"Cui Bono"? Wem nützt es?

Für das Gros der Verbraucher (ein treffender Name!) spielen bisher modische Aspekte und der Preis die übergeordnete Rolle. Auf Qualität und Langlebigkeit eines Kleidungsstückes wir oft erst in zweiter Linie geachtet. Nach den Herstellungsbedingungen fragt fast niemand. Ich will diese Frage aufwerfen, weder missionarisch noch besserwisserisch, aber beseelt vom tiefen Wunsch nach bewussten und eigenverantwortlichen Leben und Handeln in einer globalisierten Welt.

Siegel und Greenwashing

Ein einheitliches EU-Siegel (anders als bei den Lebensmitteln) gibt es für Ökö-Mode noch nicht. Nicht selten wird „Greenwashing“ betrieben, um das Image und den Umsatz der Hersteller aufzubessern. Gerade die großen Globalplayer zielen darauf, zumindest das Gewissen des Trägers von schicken Markenklamotten zu beruhigen (es geht schließlich um ein Milliardengeschäft – und max. 50% Biobaumwolle im „Bio-Cotton-Shirt“ macht den Rest, nämlich die anderen 50% auch nicht sauber!)

Das bisher umfassendste Verbandsiegel für „saubere Kleidung“ ist der Global Organic Textile Standard – kurz GOTS. Doch es bleibt viel zu tun in Sachen Transparenz und Rückverfolgbarkeit aller Produktionsschritte – auch und vor allem für mich als Ladner beim Überprüfen und Bewerten von Bio-Textilien. 

Ich selbst nutze vor allem die Möglichkeit von „Second Hand Kleidung“, durchaus auch im sogenannten „Sozialkaufhaus“ – da dies der für mich stimmigste Umgang mit Ressourcen ist!

Wer sich doch mal was Neues gönnen will – hier geht es zu einigen  Firmen, mit welchen ich als Händler zusammenarbeite:

LivingCrafts

Hempage

EngelNatur